Presseberichte

RAUMSCHIFF SONDERPREIS
„Raumschiff Sonderpreis“ – der Titel löst die Erwartung von Spaß und Satire aus. Das Mannheimer Rhein-Neckar-Theater bleibt darin auch nichts schuldig. In der rasanten Inszenierung prasseln die schrägen Pointen sogar musikalisch und tänzerisch.

20. Oktober 2020/Autor: Heike Marx

Das Cockpit eines Raumschiffs ist handwerklich der Kult-Serie nachempfunden. Wie erstaunlich effektfähig es ist, erlebt man auf dem Höhepunkt der knackigen Story, die sich Markus Beisel ausgedacht hat. Der Intendant des Rhein-Neckar-Theaters ist Texter, Komponist und Regisseur der meisten Produktionen. Außerdem auch Darsteller, aber dann führt nach altem Theaterbrauch ein anderer Regie, hier Felicitas Hadzik.

Ein bösartiges Virus - 
Im Auftrag der Planetenvereinigung Starhansa ist Raumschiff Sonderpreis auf Forschungsreise zum Planeten Erde. O Schreck, was finden sie da vor? Ein kaum wiederzuerkennendes verwüstetes Land. Eine feindliche Spezies hat ein Virus in das Internet der Erdlinge eingeschleust, um diese zu vernichten und die Erde für sich in Besitz zu nehmen. Klar, dass die heldenmütige Crew die Erde rettet und das Internet zerstört.
Die Vier zelebrieren ihre Diversität. Jeder macht jeden höhnisch anzüglich herunter. Für die Zuschauer ist das ein Riesenvergnügen. In der Gefahr sind sie dann heldisch geeint. Da entwickeln auch Memmen und Drückeberger wie der geschwätzige Captain Cassias Heldenmut. 

Föten vom Wühltisch - 
Markus Beisel im lässigen Shirt spielt den Captain mit tuntiger Agilität. Schließlich stammt er vom Planeten „Schlappzitter“ oder so ähnlich, wo es zwei in einer Person vereinte Geschlechter gibt. Die Schlappzitterer werden immer zahlreicher, denn man/frau kann sich schon auf dem Klamottenwühltisch einen Fötus einfangen.
Auf dem Planeten des knurrigen, von Kopf bis Fuß stahlgrauen Commander Kronk leben die Einwohner in Erdlöchern. Sie haben kein Internet und werfen sich ihre Botschaften auf Stahlplatten zu. Aber Commander Konk, alias Sascha Fischer, löst blitzschnell jedes IT-Problem. Die beiden Frauen in kurzen schwarzen Glockenröckchen mit knallgelbem und knallrotem Top sind sehr hübsch anzusehen. Die Wissenschaftlerin Ambrosia, Patricia Kain, ist eine quirlige Frohnatur. Auf ihrem Heimatstern hatten das alle in den Genen. Sie sind leider ausgestorben, weil sie zu fröhlich waren. 
Lieutenant Commander Andrea Hrtschd wurde als Baby von der Erde entführt, um sie seit 30 Jahren für Erdlingsangelegenheiten auszubilden. Anja Rüge gibt sie irdisch robust mit Tatkraft und Durchblick. Räsonnieren und Kritisieren nach Erdlinger Art ist ihre Hauptbeschäftigung. 
Es wird flott gesungen und getanzt; so professionell wie im Musical, doch wesentlich besser in die Handlung integriert als üblich – und ganz ohne Liebes- und Gesinnungsschnulzen.

Quelle:© Die Rheinpfalz, Dienstag, 20.10.2020


Information zum Stück: → Details

Zauberhaft und beschwingt – Publikum im Rhein Neckar Theater feiert Premiere des Comedy-Musicals „Raumschiff Sonderpreis“

30. Oktober 2020/Autor: Sylvia Osthues

Nicht immer geht einer Patrouille quer durch die Galaxie nur eine spannungsgeladene Stimmung voraus, mitunter sorgt die Besatzung des Raumschiffs auch für Freude am Tanz, heiteres Gelächter und Schmunzeln oder romantische Zwischenspiele. So begeisterte die Premiere des satirisch-spannenden Comedy-Musicals „Raumschiff Sonderpreis“ im coronabedingt mit circa 100 Besuchern ausverkauften Saal des Rhein Neckar Theaters.

Feindliche Spezies unterwegs -
Was passiert eigentlich, wenn die quirlige Mannschaft im Namen der Planetenvereinigung Starhansa, alle 30 Jahre einen neuen Erdling entführen soll, um ihn zum Offizier in Erdlings-Angelegenheiten auszubilden? Diese Frage stellt sich im Musical, denn was als Mission zum Zwecke des intergalaktischen Friedens beginnt, führt direkt in eine alles entscheidende, kosmische Schlacht, denn das Team um Captain Cassias findet den blauen Planeten in einem fürchterlichen Zustand vor.
Die feindliche Spezies Raktus hat einen übermächtigen Virus ins Lebenssystem der Menschlinge eingeschleust, der jede Existenz vernichten soll. Ein Schelm, wer dabei an das Corona-Virus denkt. Denn die Premiere des amüsanten Abenteuers zwischen Star Trek, Parodie und Musicalzauber sollte bereits vor einem halben Jahr stattfinden.
Die Darsteller unter der musikalischen Leitung von Detlev Bucholz und der Choreographie von Felicitas Hadziks antworten singend auf Kurpfälzisch darauf: „Des is kronk“. Felicitas Hadzik als erfahrene Regisseurin führt durch das Musical. Was Allround-Talent Markus Beisel, von ihm stammen Text und Komposition, mit seinem neuen Stück „Raumschiff Sonderpreis“ lieferte, begeisterte das Publikum.
Das Allround-Talent Markus Beisel dominierte als Captain Cassius die Bühne, verzauberte, faszinierte, berührte und brachte das Publikum zum Lachen. Ausdrucksstark waren auch Körpersprache und Mimik, aber auch die Stimmen von Sascha Fischer als Cmdr. Tschenk und Patricia Kain als Ltd. Ambrosia. Aufhorchen lässt eine junge Dame, die das Showbiz offenbar mit der Muttermilch eingesogen hat. Anja Rüger als Ltd. Cmdr. Hrtschd ist eine echte Stimmröhre und dazu ein Hingucker auf den Showbrettern, die sie auch tanzend locker durchmisst. Den Namen wird man sich merken müssen.

Rauchig und rockig -
Mit ihren Stimmen zogen die Darsteller alle Register ihres Könnens: rauchig, rockig, klar oder mit Tremolo. Unterstrichen wurden die Auftritte mit verschiedenen Tanzeinlagen, mal à la Ballett, mal Stepp oder modern.
Vor dem traumhaften Bühnenbild von Matthias Lauterbach und Johannes Krassowka, der als Techniker die Passagiere im Rhein Neckar Theater ins sterneflimmernde All entführte, boten die Bühnenakteure eine fulminante Show mit Pep und vielen überraschenden Wendungen, die nach dem „Zugabe“ fordernden Applaus bewies, dass die Zuschauer von ihr begeistert mitgerissen wurden.

Quelle:© Mannheimer Morgen, Freitag, 30.10.2020


Information zum Stück: → Details

START       •       SPIELPLAN       •       REPERTOIRE       •       CHRONIK       •       THEATER       •       ENSEMBLE       •       GUTSCHEINE       •       SHOP

Angelstraße 33
(Zufahrt Alte Seilerei 4)
68199 Mannheim Neckarau
Geschäftleitung: Melanie Haag
Intendant: Markus Beisel

Telefon: 0621 - 86 24 68 20
Telefax: 0621 86 24 68 21
info@rhein-neckar-theater.de
www.rhein-neckar-theater.de

Montag: geschlossen
Dienstag & Mittwoch
von 10:00 - 13:00 Uhr
Donnerstag & Freitag
von 15:00 -18:00 Uhr

1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Tickethotline: 0621 - 86 24 68 20
info@rhein-neckar-theater.de
www.rhein-neckar-theater.de